Süd-Ost Asien, die treibende Neugier
9. Juni 2010
Thailand
Kurze Info:
Thailand mein Nachbarstaat. Hochentwickelt im städtischen Bereich, bietet gerade Bangkok, die Metropole Süd-Ost Asiens schlechthin, alles.
Thailand ist seit 20 Jahren immer wieder von Demonstrationen und Umsturzversuchen geplagt.
Dieses Mal forderten sogenannte „Rothemden“ Neuwahlen, und somit die Abgabe der Macht des Premiers, der 2005 sich an die Macht putschte. Diese Kämpfe wurden nach langem Hin und Her vor einigen Wochen blutig niedergeschlagen. Bangkok lag in Trümmern.
Story:
Matze und ich schlenderten durch die Straßen und dachten uns wir genießen mal den Konsumrausch. Uns störten weder die Rothemden, noch das Militär. Ganz begeistert von dem Schwellenland wurden wir dann doch überrascht, als Abends plötzlich die Schüsse losgingen. Es war der erste Abend der wirklichen Kämpfe.
Actiongeilheit ließ uns herum rennen.
Am nächsten Tag waren wir im Krankenhaus, da ich eine Untersuchung auf eine seltsame Hautverfärbung machte.
Das Krankenhaus hat neben den Büchershops eine Fressmeile mit
MC Donald’s. Es hat WLAN, Chillecken… Nein, nein, wir saßen da nicht einfach 4 Stunden und genossen Klimaanlage und alles Andere.
Manchmal frage ich mich, ob ich mit Matze eigentlich meine Faulheit zu neuer Blüte verholfen habe.
Doch es riss mich los, Matze musste nach Laos und ich Lisa vom Flughafen abholen und nach Myanmar fliegen.
Myanmar
Info:
Myanmar ist spannend. Wenige Touristen bereisen dieses Land, da seit Jahrzehnten irgendwelche Militärdiktaturen sich abschotten.
Nun beginnt eine allmähliche Öffnung der Politik.
Einreise in das Land ist, wenn man mehr als 24 Stunden bleiben will, nur über einige Flughäfen, unter Anderem Bangkok möglich.
An Bahnübergängen, Verkehrskreuzungen… stehen Militär, schwer bewaffnet. Ein seltsamer Anblick in einem Land, wo jeder Junge 2 Mal im Leben (als Kind und als Erwachsener) zur Manneswerdung ein buddhistisches Kloster besuchen muss.
Sau viele Orte, sowie alle Grenzregionen sind Sperrgebiet und nur mit Sondergenehmigungen und per Flieger zu erreichen. Die Anträge benötigen unglaubliche Wartezeiten.
An den Grenzgebieten gibt es viele verschiedene Völker, Bergvölker, Muslimische Gruppen… Sie sind zwar seit dem letzten Machtkampf anerkannt, werden aber immer noch unterdrückt, verjagt und vermutlich auch schlimmeres.
Fast alle Touristen haben einen unauffälligen Begleiter, der einen beobachtet.
Es muss unser Schutzengel gewesen sein und er blieb mir, trotz meines immer wachen Blickes, unerkannt.
Story:
Als wir zum Wasserfest ankamen wusste ich noch nicht, was mich erwartet. 5 Tage Wasser! Und den 6. Tag auch noch, weil es so schön ist.
Alles wird „sauber“ gemacht, für das Neujahr.
Die sonst so unterdrückten Burmesen drehen hierbei durch.
Sie schreien, tanzen, malen sich an, malen Hunde an und tragen sogar Amerika Flaggen… Oh oh oh.
Irgendwann war auch dieser Spuk vorbei und wir reisten weiter.
Reiten muss übrigens geübt sein… Das Pferd ging da von alleine rein, aber raus war so eine Sache.
Immerhin blieb ich locker, so hatte ich doch nur die Pässe in der Knietasche gehabt.
Mein sanfter Zuspruch „Gutes Pferd, nun aber raus…“, bis hin zu „Lisa, wo ist die Kupplung?“ brachte dieses Ding nicht in Bewegung. War aber auch ein heißer Tag…
Viel erlebt, viel gesehen.
Bagan (Kilometerweite Tempel(-Ruinen))
Von Yangon nach Bangkok und mit dem Nachtzug nach Laos ging es weiter.
Laos
Info:
Laos ist vor 30 Jahren noch das Traveller-Paradies gewesen, bis heute schwärmen alle von diesem Land.
Landschaftlich ähnelt es Kambodscha absolut. Trockenzeit braun und bis 50 Grad, Regenzeit Grün zwischen 30 und 40 Grad.
Die Regierung braucht den Tourismus, keine Frage, doch sie ist relativ streng, wovon man jedoch recht wenig spürt.
Laoten und Touristen dürfen nicht einfach eine Affäre haben, auch dürfen Buddhistische Bräuche nicht einfach so durchgeführt werden.
Laos, genauso entwickelt, wie Kambodscha, nur der Tourismus bringt den Unterschied, es gibt europäische Restaurants, Supermärkte, …
Story:
Nur wenige Tage ausgehalten besuchten wir immerhin den Mekong und seine 4000 Inseln sowie das Bolaven-Plateau.
Am Mekong machte ich eine Fahrradtour, ich mietete mir das rosa Damenrad, absichtlich natürlich und zog los. Ich suchte nach den letzten Süßwasserdelphinen des Mekongs.
Abgesehen davon, dass ich im Nirgendwo ankam, zu wenig Geld dabei hatte und garantiert keine zu Gesicht bekam, sah ich einen Mann mit Gewehr, der sich ganz offenbar am Wegesrand versteckte. Mit dem Rücken zum Weg, um genau zu sein.
Er hielt das Gewehr und zielte auf das Wasser. Ich fragte was er macht (Ich fragte nicht auf Englisch, das konnte er nicht und ich nicht Laotisch, allerdings habe ich entdeckt, dass ganz Urmenschliche Töne, unter Männern immer noch eine gängige Verständigungsvariante sein kann, auch bei starken Alkoholkonsum zu beaobachten!).
Er machte mir deutlich er jage Fische. „So so…“, ich fuhr dann mal weiter, denn so einen Delphin wollte ich nicht sehen.
Mit dem Nachtzug nach Bangkok, ging es ab nach Katmandu, Nepal.
Nepal
Info:
Nepal ist ein unglaubliches Land, so wie alle in dieser Region. Es ist klein und liegt über Indien. Nepal ist das einzige Land der Erde, das niemals kolonialisiert wurde, so hörte ich…?
Ein grünes Land, mit Wäldern, Regenwäldern, Bergen, Eisbergen, Gletschern… Ist ein einziges Spektakel. Durch Naturschutz sind anscheinend Wälder und Tiere gerettet worden.
Zu meiner Zeit dort waren Proteste und Streiks, die Maoisten versuchten den Premier zum Rücktritt zu bewegen.
Nach den letzten Protesten gab es Wahlen, in denen die Maoisten trotz Premier, keine Mehrheit im Parlament stellten. Dies machte das Parlament wohl relativ handlungsunfähig.
Nach Rücktritt des maoistischen Premiers vor einigen Jahren fordern die Maoisten immer mehr den Umsturz des Landes und den Rücktritt des neuen Premiers.
Mit starker Ausmaße an Erpressung und Gewalt, trat der Premier nun zurück.
Wer sich für diese in den deutschen Nachrichten nicht berichtete Lage interessiert, kann sich bei Google informieren, oder auch Lisas Blogpasswort erbitten.
Story:
Im Flieger lernte ich Olli, einen Kanadier des französischen Teils, kennen.
Wir entschieden uns eine Trekking Tour in Anapurna Gebiet, einen Teil des Himalayas zu machen.
Es war unglaublich endlich wieder Schnee, Berge und Gletscher zu sehen.
Ich bereute nach jedem Tag das Aufstehen und auch das Wandern vom Vortag.
Wir waren Olli, Nabba (unser Guide) und ich, nicht langsam, um es auf dem Punkt zu bringen.
Selbst unser Guide musste zum Genuss des Muskelkaters kommen. Diesen Fakt verkünde ich überall, auch, wenn es gerade gar nicht passt.
Zurücl, in der Hauptstadt angekommen besuchte ich noch das Mädchenheim, in dem Lisa arbeitet.
http://www.parizat-nestling-home.de/
Ich bin überzeugt, dass sie eine unglaubliche Arbeit hier leisten.
Die Mädels werden nach Schulausbildung nicht einfach raus geworfen, sondern erst wenn sie selbstständig sind und ein Handwerk, oder Ähnliches besitzen. Auch sind sie nicht im Heim eingesperrt, und lernen selbstständig zu leben (Kochen, Putzen, Arbeiten…).
Eigentlich nicht eingeplant, wurde ich zum runden Geburtstag meiner Mama und meiner Tante eingeladen und flog, zu guter Letzt nach Indien.
Danke an Lisa für diese unglaubliche Begleitung.
Indien
Info:
Indien ist ein riesiges Land, einfach gigantisch und noch gigantischer ist wohl die Bevölkerungsexplosion.
Das Land hat unglaubliches zu bieten.
Überall sind Männer mit Schnurrbärten und unverständlich-sprechenden Englisch.
Story:
Ich genoss 1 Woche gutes Hotel. Strand, Buffet, Schlafen, Essen, Baden… Alles was mit wenig Bewegung und wenig Asien zu tun hat. O.o
Als eine hübsche Inderin an der Rezeption mir aus heiterem Himmel sagte „es ist nicht gut“ und sich ans Gesicht fasste, arbeitete wieder einmal mein Gehirn auf Hochtouren. Was könnte sie meinen? Meine fehlende Motivation zu lesen, das viele Essen…
Ich fragte was sie meinte, sie fasste sich wieder ans Kinn. Aha! Mein Bart.
Ich lachte und fragte ob ich alles abmachen sollte. „Nein! Nicht den Schnurrbart… der ist gut“
Dies war der Zeitpunkt indem ich erkannte es müssen 2 Punkte geschehen, ich muss mich rasieren und ich muss raus aus Indien, bevor mir ein einsamer Schnurrbart im Gesicht liegt.
Nach kurzer Reise aus dem Hotel in Trivandrum nach Chennai, flog ich entschlossen nach Bangkok.
Von dort aus ging es nach einsamem Biertrinken nach Kambodscha, ich musste erkennen, es gibt keinen Weg drum herum.
Danke an Ronja für den Besuch und danke an Mama und Tante Kirsten für die Einladung!
English:
Thailand is like a strange spot on a picture. The cities are far developed and leave no doubts of its leading position in south-east Asia.
However Thailand is struggling over decades with political fights.
While Matze and me were chilling out, having all western luxury we miss in Cambodia we got into the action, which we loved following with the cameras.
Perhaps it wasn’t that funny, but we liked it like small boys…
Checking something in the hospital led us to a spectacle, we just weren’t used to: Mc Donald’s, other stores and Wifi in hospitals.
However we had to go, Matze continued to Lao and I went to meet Lisa for going to Myanmar.
Myanmar is very special. Over decades military regimes are not really open for western visitors. Now it is opening slowly.
Moving through Myanmar is strange. Police and military are controlling all crossings. Border areas are not to be visited without special permissions and only by plain.
Strange, a country with strong Buddhist traditions is suppressing people so strong.
However, Lisa and I enjoyed the water festival for 5 days. Everybody is washing everything clean for the traditional New Year.
The people are dancing, screaming, painting animals… just completely crazy.
While we went horse riding I had to learn, horse riding shall be learnt first before jumping on.
Actually, the way into the water was not decided by me. (Horse-water-pic)
The trip went on, over Bangkok to Lao for some days.
Lao was once a traveler paradise, but I feel it’s quite touristic now and Cambodia might become the new Lao soon.
However Lisa and I enjoyed the powerful Mekong and travelled a bit in southern Lao.
On a bike trip I tried to find some dolphins, but I didn’t manage. I guess that was the point when I lost motivation for this country…
After some days we headed back to Bangkok to fly to Kathmandu.
Nepal is a lovely country with woods, water, mountains, just everything I love about nature.
I meet a French-Canadian in the plain and we decided to go trekking in the Anapurna with a guide. The guide was great and in the end rather a friend than a guide.
I enjoyed this incredible nature and the sports.
Well, actually we all were after 2 days already really sore, but we went on to the Anapurna Base Camp.
Meanwhile strikes of the Maoists were going on and actually unpredictable.
However, we managed flying back into the capital. There, I visited the girls-orphanage Lisa is working with.
It is incredible what work they are doing and how wonderful the harmony was felt, just in some hours…
However after some very good days, I had to leave.
I went surprisingly to India, due an invitation of my mom and my aunt to their birthday.
India was relaxing and good food for a week in a beautiful hotel with beach and buffet. Actually it for sure wasn’t the real India for most of my time there.
India, the country of people with mustaches was not visited for a long time by me.
I headed off from Chennai to Bangkok and after some lonely beers; I finally arrived back to Cambodia.
















